Deutsche Filme

Der Tag an dem ich meinen toten Mann traf

27.10.2009 SWR/SR 22:30 Uhr

Drama, D 2008, mit

  • Franziska Petri (Schattenwelt, Für Miriam)
  • Pasquale Aleardi (Vom Glück nur ein Schatten, Vulkan, Dutschke)
  • Sandra Borgmann (Der Baader Meinhof Komplex, Über den Tod hinaus)

Der SWR zeigt heute Abend eine recht viel versprechende TV-Premiere mit der starken Charakter-Darstellerin Sandra Borgmann ín einer der Hauptrollen, die schon in Kinofilmen wie „Der Baader Meinhof Komplex“ überzeugend mitwirkte.

In weiteren Haupt – und Nebenrollen holte sich der Regisseur Matthias Luthardt Franziska Petri, Pasquale Aleardi und Harry Blank ins Boot. Dieser Film basiert auf dem gleichnamigen Bestseller von Andrea Paluch. Gedreht wurde „Der Tag an dem ich meinen toten Mann traf“ in Nürtingen im schönen Baden-Württemberg.

Der Film handelt von Helene (gespielt von Franziska Petri), dessen Mann nach einem Schiffsunglück als verschollen gilt. Jeder hält den Ingenieur Robert für tot. Nur Helene glaubt ganz fest an seine Rückkehr, weil seine Leiche nie gefunden wurde. So lebt sie von da an alleine mit ihren Kindern, kann ihren Mann jedoch nicht vergessen.
Doch zwei Jahre später sieht sie ihren Mann bei einem Konzertbesuch plötzlich genau vor sich stehen. Die Freude ist groß, aber er erkennt Helene nicht. Er stellt sich ihr als Torben vor. Doch sie glaubt an einen Gedächtnisverlust durch den Unfall und will nicht wahrhaben, dass es sich nur um eine Verwechslung handeln könnte. Niemand aus ihrem Umfeld kann ihr das klar machen. Der Mann behauptet steif und fest jemand ganz anderer zu sein, aber das interessiert Helene nicht. Hat Helene nur Wahnvorstellungen oder ist dieser Mann wirklich ihr verschollener Ehegatte? Eines Tages eskaliert die Situation zwischen Helene und dem Unbekannten…

„Der Tag an dem ich meinen toten Mann traf“ gewährt dem Zuschauer einen tiefen Blick in die Seele einer verzweifelten Frau, die sich an den letzten Strohalm klammert und nicht mehr loslassen kann. Der Film arbeitet mit kleinen Rückblenden, die den tatsächlichen Zustand der Ehe von Robert und Helene zum Vorschein bringt. Laut Kritikern hat dieser, auf den ersten Blick unspektakulär wirkende Film eine lange Nachwirkung und bleibt noch lange im Kopf und auch im Herzen seiner Zuschauer. Genau aus diesem Grund möchte ich diesen Film empfehlen, denn diese leise Tiefgründigkeit ist eine Besonderheit, die den Film ausmacht.

Laufzeit: 80 Minuten

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