Hier ist nun meine Filmkritik zum Tatort: „Tote Männer“.
www.stern.de schrieb ja schon vorab:
„Regelmäßige “Tatort”-Zuschauer könnten bei “Tote Männer” durchaus DËjà -vus erleben: Erst letzte Woche hatte sich Bodensee-Kommissar Perlmann (Sebastian Bezzel) mit einer verhängnisvollen Affäre, die er seiner Chefin verschwiegen hatte, in die Bredouille gebracht. Und im unlängst ausgestrahlten Kieler “Tatort” verkörperte Katharina Wackernagel eine schwangere Mutter, die tötet – ihr eigenes Kind. Mindestens so ein starkes Tabuthema wie Bisexualität. Allerdings viel intensiver und packender inszeniert, während die Bremer Jubiläumsfolge mit einer gewissen Leichtigkeit in der Dramenschwere glänzt – passend zum launigen Einstieg auf dem Volksfest. Wenn auch am Ende ein paar Fragen zum Tathergang offen bleiben.“
Mir, als eingefleischter Tatort-Fan, sind die Parallelen zu den beiden vorangegangen „Tatort“en natürlich auch sofort aufgefallen. „Tote Männer“ wies zwar gewisse Ähnlichkeiten auf, hatte aber dennoch die nötige Eigenständigkeit, die ich auch erwartet hatte.
Genervt hat mich lediglich die Affäre zwischen Stedefreund und Inga Lürsens Tochter Helen und dieses riesige Geheimnis, das die beiden daraus machten. Der Grund dafür ist mir bis jetzt noch nicht klar.
Herausstechend toll war Theater-Star Fritzi Haberlandt. Sie spielte die Rolle der, vor krankhafter Eifersucht mordenden, Ehefrau wirklich sehr böse. Ich war beeindruckt…
Auch das Tabu-Thema „Bisexualität“ wurde sensibel und realistisch aufgegriffen.
Insgesamt ein mitreißender Bremer Tatort, der sicher nicht zu den Schlechtesten gehört…