Auf den gestrigen TATORT war ich echt gespannt, denn die Fälle der Leipziger Kommissare Keppler und Saalfeld waren bisher immer sehr gut konstruiert.
In „Todesbilder“ ermittelten sie nun schon zum zwölften Mal gemeinsam.
Filmhandlung
Der Fall beginnt mit einem grausigen Fund: Ein Hochzeitspaar liegt brutal erschlagen am Ufer eines Sees. Peter und Annika hatten erst am Tag zuvor überglücklich ihre Hochzeit gefeiert.
Die Kommissare Andreas Keppler (Martin Wuttke) und Eva Saalfeld (Simone Thomalla) vermuten den Mörder unter den Hochzeitsgästen und bitten sie deshalb um eine freiwillige Speichelprobe im Präsidium, damit der schreckliche Mord rasch aufgeklärt werden kann. Bereitwillig kommen die geschockten Hochzeitsgäste dieser Aufforderung nach.
Nur Florian Koll (Jörg Malchow), der Ex-Freund der ermordeten Annika, weigert sich und wird dadurch zum Hauptverdächtigen. Aber auch Annikas Onkel, der Fahrlehrer Horst Baumann (Peter Kremer) wird durchleuchtet, denn er war als einziges Familienmitglied nicht zur Hochzeit eingeladen.
Annikas Großmutter berichtet, dass es vor ein paar Jahren zu einem schlimmen Streit zwischen Annikas Vater und ihrem Onkel kam. Dabei hat ihr Vater einen Herzinfarkt erlitten und starb. Doch worum ging es in diesem Streit? Keppler und Saalfeld stoßen bei ihren Ermittlungen auf ein düsteres Familiengeheimnis.
Da wird kurz darauf die junge Abiturientin Kerstin ermordet aufgefunden. Hängen die beiden Morde etwa zusammen?
Einschaltquoten und Kritik
9,45 Mio. Zuschauer schalteten gestern den Leipziger TATORT ein und damit ist dieser weit vorne mit dabei. Trotzdem stand „Todesbilder“ irgendwie unter keinem guten Stern.
Leider wurde in der Vorschau auf der TATORT-Seite ein Titelbild zu dem Fall gezeigt, dass eigentlich schon alles verriet. Darauf zu sehen ist Kommissarin Saalfeld in der Endszene zusammen mit dem Mörder, der ihr ein Messer an den Hals hält. Darunter steht dann noch: Eva Saalfeld und Franz Mohr. Also war jedem Zuschauer spätestens beim ersten Auftauchen dieses Franz Mohrs klar, wer der Täter ist.
Das hat natürlich viele Zuschauer sehr verärgert. Auch gab es einige Parallelen zum Wallander-Krimi „Mittsommermord“, in dem ebenfalls ein Hochzeitspaar ermordet wurde.
Martin Wuttke bewies mal wieder als sympathischer Unsympath Keppler sein schauspielerisches Talent und machte „Todesbilder“ trotz allem sehenswert.
Mit Simone Thomalla alias Eva Saalfeld hingegen kann ich mich nach wie vor nicht richtig anfreunden. Ihre Mimik wirkt eingefroren und ihre Texte wirken manchmal wie aufgesagt. Und gerade neben einem Vollprofi wie Martin Wuttke fällt das leider ungemein auf.
Wie hat euch denn dieser „TATORT gefallen?
In der ARD-Mediathek könnt ihr ihn euch noch diese Woche anschauen.

16. Januar 2012 um 20:56 Uhr
Zugegeben, es gab Parallelen zu “Mittsommermord”, aber dort wurde kein Hochzeitspaar ermordet.
Ansonsten ist der Plot zumindest ähnlich.
Wuttke empfinde ich auch als den besseren Schauspieler, aber er spielt Thomalla zumindest nicht an die Wand, dass sie so hölzern wie beschrieben spielt, ist mir bisher nicht aufgefallen.
Da ich die Vorschau nicht gesehen habe, habe ich erst zum Schluss gewusst, wer der Mörder war, die Wendung zum Mordversuch an der Kommissarin zeichnete sich ja schon etwas länger ab.
Alles in allem ein handwerklich ansprechender Krimi.