Gestern zeigte die ARD den zweiten Fall der Kriminalhauptkommissare Frank Steier (Joachim Król) und Conny Mey (Nina Kunzendorf) aus Frankfurt und der knüpfte direkt an den ersten Fall der Beiden an.
Nahtlose Anknüpfung an den letzten Fall
Man zeigte den Zuschauern die Versorgung der Stichverletzungen von Frank Steier, die er sich beim letzten Mal bei einer Festnahme zugezogen hatte. Doch auch auf seiner Seele hat die Messerattacke Spuren hinterlassen, denn der sonst so furchtlose Kommissar leidet seitdem unter Angstzuständen und Panikattacken.
Die Darstellung dessen wirkte sehr authentisch und wurde von Joachim Król sehr angenehm menschlich umgesetzt. Sein mehrfacher Griff zur Flasche und sein etwas verzweifelter Versuch sich beim Polizeipsychologen Hilfe zu suchen ließ den Zuschauer zwischenzeitlich um ihn bangen.
Conny Mey fiel erneut durch ihr prolliges und sehr knappes Outfit auf, ging scheinbar ohne Hose zu der Witwe des Opfers hin, um ihr die Todesnachricht zu überbringen. Sie wirkte oft ein wenig wie ein frühreifer Teenie und ging mit einem Feldjäger ins Bett, der in den Fall verwickelt war, um an Informationen zu gelangen.
Mein persönliches Fazit
Ich muss sagen, dass ich mich wohl erst noch an diese Filmfigur gewöhnen muss. Bisher kannte man die Schauspielerin Nina Kunzendorf doch eher in ruhigeren Rollen wie in „Entführt“ oder „In aller Stille“. Diese Rollen passten genial zu ihr. Ich finde es mutig, dass sie jetzt eine andere Facette von sich zeigen möchte. Aber mir gefällt das momentan noch nicht so gut.
Toll war aber, wie die beiden ungleichen Kommissare während der letzten zwei Fälle zusammen gewachsen sind und man ihre Sympathie und auch Fürsorge für einander wirklich sehen und spüren konnte.
Der Fall an sich war spannend und es gab einige Rätsel zu lösen. Die Nebendarsteller Benno Fürmann, Inka Friedrich und Stephan Grossmann spielten ihre Rollen wie gewohnt großartig.
Am Ende ließen die beiden Kommissare Gnade vor Recht ergehen: Damit die Witwe mit ihren drei Kindern nicht mittellos dastehen würde, ließen sie Beweise verschwinden. Nicht ganz legal, aber das machte Frank Steier und Conny Mey doch irgendwie sehr sympathisch, oder?
