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Filmkritik: Schreie der Vergessenen

Wie jedes Jahr zu Halloween war es gestern wieder so weit und Pro Sieben zeigte seinen alljährlichen Mystery-Thriller.

Darauf freue ich mich immer ganz besonders, denn Filme wie „Gonger“ oder auch „Gonger 2 –Das Böse vergißt nie“ haben mir sehr gefallen.

Filmhandlung

„Schreie der Vergessenen“ beginnt damit, dass an der Universität Stuttgart eingeritzte Hakenkreuze an den Spiegeln und Fenstern erscheinen und Glassscheiben wie von Geisterhand zerspringen. Die Polizei glaubt an einen dummen Jungenstreich, aber der junge Kommissar Bernau (gespielt von Vinzenz Kiefer) bleibt skeptisch, da so ein Vorfall vor Jahren schon einmal vorkam.

Bei seinen Ermittlungen begegnet er dem Parapsychologen Professor Angerer (Manfred Zapatka) und seinen zwei Studenten Marion (Alina Levshin) und Oliver (Ralph Kretschmar). Sie forschen mit Infrarotlampen und einem Geisterdetektor nach Geistererscheinungen, denn sie glauben, dass die zersprungenen Glasscheiben und die Hakenkreuze Zeichen aus dem Jenseits sind.

Kommissar Bernau kann deren Vorhaben nicht ernstnehmen. Doch dann hat er im Keller der Uni plötzlich selbst eine Geistererscheinung. Ein etwa achtjähriges Mädchen aus dem Jenseits nimmt zu Bernau Kontakt auf…

Die Darsteller

Das Schauspielensemble ist hochkarätig besetzt. Mädchenschwarm Vinzenz Kiefer (bekannt aus „Höhere Gewalt“) zeigt mit seiner Rolle als Kriminalkommissar mal eine andere, reifere Facette von sich, bewahrt sich aber trotzdem seinen jugendlichen Charme.

Manfred Zapatka (KDD – Kriminaldauerdienst) überzeugt gewohnt souverän und die Rolle des Parapsychologen passt sehr gut zu ihm. Alina Levshin hätte ich durch ihren neuen Look, die raspelkurzen Haare und die lässigen Klamotten beinahe gar nicht wiedererkannt. Berühmt wurde sie doch als junge Ukrainerin Jelena an der Seite von Max Riemelt in dem TV-Mehrteiler „Im Angesicht des Verbrechens“.

Und so hat sie mir auch um einiges besser gefallen, aber das ist meine persönliche Meinung. Schauspielerisch war sie trotzdem genial.

Auch das bekannte Model Barbara Meier (Siegerin der 2. Staffel von GNTM) hat mich in ihrer ersten Rolle als taubstummes Medium Morgana sehr positiv überrascht. Sie verkörpert die Rolle wirklich gut und beweist deutlich ein schauspielerisches Talent. Ich hoffe, sie bald öfter in Filmen zu sehen.

Für eine deutsche Produktion ist „Schreie der Vergessenen“ ein guter Mysterythriller, der an Spannung und Schockmomenten meiner Meinung nach aber noch ein paar Schippen hätte drauflegen können. Der Film lebt von seinen tollen Darstellern und ist trotzdem durchaus sehens – und empfehlenswert.

Falls ihr den Film bisher nicht schauen konntet, könnt ihr ihn euch hier in der Pro Sieben Mediathek ansehen: Schreie der Vergessenen.

Ein Kommentar

  1. Habe den Film gesehen und hab ihn zwischendurch abgebrochen. War leider überhaupt nicht mein Fall. Es ist einfach eine deutsche Produktion und kommt nicht an US-Filme heran – meine Meinung.