Deutsche Filme

Filmkritik: Polizeiruf 110 – Die armen Kinder von Schwerin

Das war dann wohl der letzte Polizeiruf mit unseren Schweriner Kommissaren Hinrichs und Tellheim. Und zwar ganz ohne spektakuläres Ende wie Tod, Suspendierung o. ä..
Die Story war toll, das Schicksal der beiden Geschwisterkinder fand ich sehr ergreifend. Einfach unvorstellbar, dass Kinder in unserem „reichen“ Deutschland in einer solchen Armut aufwachsen müssen. Schauspielerisch herausgestochen ist, meiner Meinung nach, mal wieder Fritzi Haberlandt. Egal wen oder was sie spielt, sie kann einfach immer überzeugen, wirklich großartig!

Insgesamt war es eine spannende letzte Schweriner Folge, die ich mir schon mit einem kleinen wenig Wehmut angeschaut habe. Aber ich freue mich auch auf die neuen Rostocker Kommissare, die uns das erste Mal 2010 unterhalten werden.

Gut zu wissen:

Uwe Steimle ist überzeugt, dass er aus politischen Gründen und wegen seiner Aufmüpfigkeit aus dem „Polizeiruf 110“ rausgeschmissen wurde. Er hat für die Linkspartei Peter Sodann unterstützt  und sich oft über den „Polizeiruf“ beschwert. Die Krimi-Reihe sei politisch nicht gewollt und deshalb schlecht gemacht. Im Gegensatz zum „Tatort“ werde der „Polizeiruf“ mies plaziert und kaum beworben; Drehbücher kämen zu spät, Drehzeiten würden verkürzt, und weder Produzenten noch Autoren interessierten sich für die soziale Wirklichkeit im Osten. „Es geht immer um imaginäre Banden, und am Ende ist der Russe schuld“, wettert Steimle.

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