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Archive for the ‘ Filmkritiken ’ Category

Filmkritik zu Tatort – Tempelräuber

by Cornelia | October 27, 2009 | In Filmkritiken | Comments Off

Ganz klar liegt das Münsteraner Thiel/Boerne-Duo in der Beliebtheitsskala der „Tatort“-Ermittler ganz weit oben. Und so waren die Erwartungen der Fans an den gestrigen Tatort – Tempelräuber entsprechend hoch. Die Thematik war schon mal sehr brisant für das katholische Münsterland, denn solche geheimen Priester-Vaterschaften gibt es sicher mehr als genug. Den Zuschauern wurde auf unterhaltsame Weise vor Augen geführt, dass wir in einigen Dingen tatsächlich noch wie im Mittelalter leben. Man darf sicher gespannt sein, ob die katholische Kirche entsprechende Aufschreie oder Reaktionen auf diesen Tatort zeigen wird, denn begeistert dürfte sie davon nicht gewesen sein.

Der allseits beliebte Humor des Münteraner-Duos war auch gestern köstlich und gut dosiert. Die Szenen von Prof. Boerne (gespielt von Jan Josef Liefers) so gehandicapt in der Badewanne oder beim Brot schneiden hatten sogar schon etwas von tollem Slapstick.

Zugegeben, besonders das letzte Drittel von „Tempelräuber“ war etwas durchschaubar, hat aber der Story an sich keinen Abbruch getan. Für meinen Geschmack wirkte der junge Täter etwas zu früh schon verdächtig.
Etwas enttäuscht war ich von den ganzen „Zufällen“, die passiert sind. Es wurde natürlich ausgerechnet das Taxi von Thiels (gespielt von Axel Prahl) Vater geklaut. Genau zu der Zeit taucht Prof. Boerne am Tatort auf und dann engagiert dieser zufällig die Mutter des Täters als Haushälterin. Die Sache mit dem Taxi wirkte für mich ein wenig wie ein plumper Versuch, Thiels Vater weiterhin in der Handlung zu haben und wäre dieses mal absolut nicht notwendig gewesen.

Alles in allem habe ich mich aber prächtig unterhalten gefühlt und ich glaube genau das steht beim Münsteraner-“Tatort“ im Vordergrund und ist auch gut so. Die nötige Spannung zwischendurch hat auch nicht gefehlt, von daher wünsche ich mir noch viele weiter Fälle mit dem Thiel/Boerne-Gespann! Weiter so, lieber WDR!

Filmkritik zu Tatort – Vermisst

by Cornelia | October 13, 2009 | In Filmkritiken | Comments Off

War das ein klasse „Tatort“ gestern Abend! Eine gelungene Jubiläumsfolge für die Kommissarin Lena Odenthal (gespielt von Ulrike Folkerts) aus Ludwigshafen, denn sie ermittelt schon seit sage und schreibe 20 Jahren. Glücklicherweise ist bisher auch noch kein Ende in Sicht. Wäre auch sehr schade, gerade nach dem brillanten „Tatort“ gestern.

„Vermisst“ (hier geht es zur Story vom Tatort – Vermisst) war durchgehend und bis zum Schluss spannend, absolut nicht vorhersehbar und mit tollen Schauspielern besetzt. Corinna Harfouch (Der Untergang) und Thomas Sarbacher (Underdogs) zeigten mal wieder ihr vollstes Können und spielten ihre Rolle mit großer Leidenschaft. Aber auch Ulrike Folkerts als Lena Odenthal und Andreas Hoppe als Mario Kopper sind mittlerweile so ein eingespieltes Team, das absolut sympathisch rüberkommt.

Der Fall war von Anfang an schön verstrickt, man konnte absolut nicht ahnen wie es enden würde. Zwar blieben am Schluss noch ein paar offene Fragen, was Platz für mögliche Spekulationen lässt: Wer hat denn jetzt den Blumenstrauß zu Michelle Boyer ins Hotel geschickt und die Karte mit „S:“ unterschrieben? Und mit wem hat sich der pensionierte Kommissar Schlothfang immer unterhalten? Vielleicht mit seiner verstorbenen Frau?

Alles in Allem war es für mich der bisher beste „Tatort“ dieses Jahres und ich freue mich schon auf den nächsten Fall mit Ulrike Folkerts alias Lena Odenthal, die uns hoffentlich noch ganz viele Jahre und Fälle erhalten bleiben wird.

Ein, für die Frankfurter Kommissare Charlotte Sänger und Fritz Dellwo, typisch tiefgründiger,  verworrener Fall, der tief in die Psyche eintaucht – Das war der Tatort „Architektur eines Todes“ gestern.

Durch und durch spannend und absolut nicht vorhersehbar. Natürlich kam einem der nicht sehr wertgeschätzte Angestellte von der Star-Architektin Sofia Martens gleich etwas verdächtig vor, aber das Ende war doch sehr überraschend, wenn auch nicht schön, meiner Meinung nach. Denn jetzt müssen die Kinder bei ihrer „Rabenmutter“ leben, die sich eh nie um ihre Sprösslinge gekümmert hat. Nina Petri spielte die Rolle der Sofia Martens einfach grandios. Diese Mischung zwischen knallharter Geschäftsfrau, Feministin und schwärmender Liebe zu ihrer Assistentin hat Frau Petri einfach hervorragend rüber gebracht.

Ebenfalls toll, wenn auch nur schöner Nebeneffekt aber passend zu diesem Fall: Fritz Dellwo fährt, laut Led Zeppelin hörend, in seinem 5er BMW durch die wunderschöne Frankfurter Innenstadt und gibt uns so ein paar schöne Einblicke in die Welt der modernen Architektur.

Charlotte Sänger, gespielt von Andrea Sawatzki hat es gestern wieder mal geschafft, wirklich nicht ein einziges Mal in den 90 Minuten zu lächeln. Das gehört zwar zur Person Charlotte Sänger, aber auch nach viel Leid und Unglück, könnte ein kleines Lächeln hin und wieder sicher nicht schaden. Denn mit ihrer neuen Haarfarbe und dem neuen Make-Up sah Charlotte Sänger gestern einfach wunderhübsch aus.

Alles in allem ein genialer Tatort, ich freue mich schon auf den nächsten (glücklicherweise noch nicht letzten) Fall mit Charlotte Sänger und Fritz Dellwo. Mehr zum Inhalt dieses Tatorts erfahrt ihr in meinem TV-Tipp zum  Tatort – Architektur eines Todes. Und ich fahre jetzt erstmal in die Stadt und kaufe mir den „Frühling“ … (Anspielung auf ein Filmzitat)

Filmkritik: Tatort – Mit ruhiger Hand

by Cornelia | August 24, 2009 | In Filmkritiken | Comments Off

Gestern war ein schöner Sonntag für alle „Tatort“-Fans, denn die viel zu lange und jedes Jahr wieder nervige Sommerpause ist endlich vorbei.

Und es war wirklich schön, die Kölner Kommissare Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär) endlich mal wieder in alter Frische zu sehen. Wobei ich mich erst doch etwas erschrocken habe, wie „alt“ Max Ballauf geworden ist: Er trägt seine Haare sehr kurz und sie sind mittlerweile komplett ergraut, ebenfalls trägt er neuerdings eine Brille und auch seine coole Lederjacke hat er mittlerweile abgelegt. Im Laufe des gestrigen „Tatorts“ fragte ich mich dann allerdings, ob sein Äußeres nur seinen schlechten Allgemeinzustand widerspiegeln sollte, oder ob sie Max Ballauf jetzt wirklich langsam alt werden lassen wollen. Bei Freddy Schenk hingegen, sind meiner Meinung nach keinerlei wesentliche Anzeichen des Älterwerdens zu sehen.

Aber nun zur Story: Absolut nicht vorhersehbar und damit sehr spannend und mit einigen plötzlichen Wendungen. Auch die Besetzung war top. Das Thema „Alkoholismus“ ist nach wie vor sehr aktuell und realitätsnah behandelt worden. Die Frage von Schenk an Ballauf: „Wann hast du das letzte Mal einen Tag lang überhaupt keinen Alkohol getrunken?“ hat wohl auch einige Menschen vor den Bildschirmen zum Nachdenken gebracht.

Erschrocken hat mich auch die Blutlache der getöteten Frau, die da tagelang im Wohnzimmer lag. Vater und Sohn leben dort einfach so weiter mit dieser Blutlache im Wohnzimmer. Keiner wischt sie weg oder macht sie irgendwie zum Thema. Sie ist einfach nur da… Erschreckend…

Insgesamt war es ein toller Auftakt nach der Sommerpause und ich freue mich schon auf den nächsten Fall mit unseren Kölner Kommissaren.

Das war dann wohl der letzte Polizeiruf mit unseren Schweriner Kommissaren Hinrichs und Tellheim. Und zwar ganz ohne spektakuläres Ende wie Tod, Suspendierung o. ä..
Die Story war toll, das Schicksal der beiden Geschwisterkinder fand ich sehr ergreifend. Einfach unvorstellbar, dass Kinder in unserem „reichen“ Deutschland in einer solchen Armut aufwachsen müssen. Schauspielerisch herausgestochen ist, meiner Meinung nach, mal wieder Fritzi Haberlandt. Egal wen oder was sie spielt, sie kann einfach immer überzeugen, wirklich großartig!

Insgesamt war es eine spannende letzte Schweriner Folge, die ich mir schon mit einem kleinen wenig Wehmut angeschaut habe. Aber ich freue mich auch auf die neuen Rostocker Kommissare, die uns das erste Mal 2010 unterhalten werden.

Gut zu wissen:

Uwe Steimle ist überzeugt, dass er aus politischen Gründen und wegen seiner Aufmüpfigkeit aus dem „Polizeiruf 110“ rausgeschmissen wurde. Er hat für die Linkspartei Peter Sodann unterstützt  und sich oft über den „Polizeiruf“ beschwert. Die Krimi-Reihe sei politisch nicht gewollt und deshalb schlecht gemacht. Im Gegensatz zum „Tatort“ werde der „Polizeiruf“ mies plaziert und kaum beworben; Drehbücher kämen zu spät, Drehzeiten würden verkürzt, und weder Produzenten noch Autoren interessierten sich für die soziale Wirklichkeit im Osten. „Es geht immer um imaginäre Banden, und am Ende ist der Russe schuld“, wettert Steimle.

Filmkritik: Tatort – Das Mädchen Galina

by Cornelia | June 22, 2009 | In Filmkritiken | Comments Off

Gestern ermittelten die Kommissare Thorsten Lannert und Sebastian Bootz im Stuttgarter Rotlichtmilieu. Es war ein recht spannender Fall, gut gespielt und nicht zu durchsichtig. Besonders amüsant zu sehen war, daß die Rolle von Minko (Bruder der Toten) von dem Daniel Casstorff-Darsteller Fjodor Olev dargestellt wurde. Da kamen doch wirklich Erinnerungen hoch, denn der ehemalige Hamburger Kommissar Jan Casstorff gehörte immer zu meinen Lieblingen.

Etwas unrealistisch fand ich, dass Bootz trotz Verletzung weitergearbeitet hat. So etwas würde es wohl im öffentlichen Dienst in Wirklichkeit niemals geben. Aber wahrscheinlich war dieses „den Helden spielen“ wichtig für die Bootz-Rolle und für die weitere Handlung aufgrund der Auseinandersetzungen mit seiner Frau. Denn da werden wir uns in Zukunft sicher noch auf den einen oder anderen Streit gefasst machen können. Hoffentlich muss sich Bootz nicht sogar irgendwann zwischen Karriere und Familie entscheiden. Aber ich befürchte fast, dass es darauf hinauslaufen wird.

Hübsch anzusehen waren mal wieder die Szenen mit Lannert und seiner Nachbarin mit dem Fenster in der Tür. Ebenso die zarten Bande zwischen der Kriminaltechnikerin und Minko empfand ich als sehr sympathisch.

Insgesamt war es ein gelungener „Tatort“ mit überraschendem Ende. So soll es sein!

Hier ist nun meine Filmkritik zum Tatort: „Tote Männer“. [More]

Filmkritik: Bis das der Tod uns scheidet

by Cornelia | June 12, 2009 | In Filmkritiken | Comments Off

Am Anfang des Filmes dachte ich mir noch, ob es vielleicht nur ein billiger Abklatsch von „Der Feind in meinem Bett“ mit Julia Roberts wird.

Es gab tatsächlich einige Parallelen zu dem US-Klassiker, dennoch hatte „Bis das der Tod uns scheidet“ etwas sehr Eigenes. [More]

War das ein spannender Tatort gestern Abend…

Sehr gut gemacht und nicht zu durchsichtig.

Seabstian Bezzel (Kai Perlmann) hat seine Rolle wirklich herausragend gut gespielt.

Ich muss zugeben, bisher fand ich Perlmann immer eher nervig, heute hat man mal eine ganz andere Seite von ihm gesehen.

Hat mir sehr gut gefallen und ich werde ihn sicher jetzt zukünftig mit anderen Augen sehen.

Klara Blum (Eva Mattes) hat leider nicht ganz so glänzen können wie sonst, meiner Meinung nach.

Die völlige Emotionslosigkeit ließ sie auf mich eher blass wirken.

Andererseits war es dieses Mal ja auch ein ganz besonderer Fall.

Die Sache mit dem schwulen Staatsanwalt kam für mich am Ende völlig überraschend, da hätte ich nie mit gerechnet.

Insgesamt war es für mich einer der besten Tatorte des Jahres, eine super Sonntagabendunterhaltung, die wirklich Lust macht auf die nächste Folge mit den Konstanzer Kommissaren Blum und Perlmann.

Filmkritik: Bloch – Bauchgefühl

by Cornelia | June 4, 2009 | In Filmkritiken | Comments Off

Es war ein ergreifender Fall, mit dem sich Dr. Maximilian Bloch da gestern auseinandersetzen musste.

Eine magersüchtige junge Frau namens Jana, die sich für den Tod eines nahestehenden Menschen verantwortlich fühlte und nicht aufhörte sich dafür zu bestrafen. [More]